Über den Autor

Ammar Alkarm

Doktorand, Parodontologie, Department für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Fakultät für Gesundheit, Universität Witten/Herdecke
Alfred-Herrhausen-Straße 45
58455 Witten
Germany
01712324995
ammar_alkarm@live.com
https://www.uni-wh.de/

Vita

Studium der Zahnmedizin in UOK Damaskus

angestellter Zahnarzt bei Acura MVZ Zentrum II Dr. Harald DAhm und Kollegen

Spezialisierung in den Bereichen der oralen Implantologie,

plastische Parodontalchirurgie, Geweberegeneration

Transplantation in oraler Chirurgie, Ästhetik und Endodontie

Fortbildungsreferent Implantologie und complex oral surgery

 

Co-Autoren

Prof. (StMGU) Dr. M.A. Vukovic, Praxisteam Haßlinghausen GbR, Univ.-Prof. Dr. Dr. W.-D. Grimm, Parodontologie, Department für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Fakultät für Gesundheit, Universität Witten/Herdecke

Einfluss der implant tissue level-Charakteristik von Ti-Implantaten auf die Stabilität des marginalen Knochen-Niveaus-eine retrospektive Studie

Thema

Einleitung: Die Langzeitstabilität von periimplantären Geweben ist für die tägliche klinische Praxis von großer Bedeutung. Es ist gut dokumentiert, dass die Implantatinsertion mit einer anfänglichen physiologischen Remodellierung des marginalen Knochenniveaus (marginal bone levels, MBLs) verbunden ist (Lang & Berglundh, 2011). Diese anfängliche Knochenremodellierung muss von einem pathologischen, fortschreitenden krestalen periimplantären Knochenverlust unterschieden werden. In einer retrospektiven Studie (Grimm and Schmitz 2020) konnten wir zeigen, dass Veränderungen des MBLs und das Ti-Implantat Design keine statistisch signifikante Abhängigkeit aufwiesen. Zielstellung dieser retrospektiven Studie war es deshalb, den Einfluss der wichtigsten marginalen Ti-Implantat Design-Faktoren auf die Stabilität des marginalen Knochen-Niveaus zu ermitteln (Abb. 1). Wir untersuchten das „peri-protect“ Design und die Oberflächenbehandlung der marginalen Implantatschulter als Faktoren der unterschiedlichen implant tissue level Charakteristik (Abb. 2-3).

Material und Methode: 

Der Vergleich zwischen Ti-Implantaten mit unterschiedlicher implant tissue level Charakteristik bezüglich des postoperativen MBLs erfolgte auf der Basis vergleichbarer region of interests (ROIs) elektronisch unter Nutzung des IMAGE J-Verfahrens (Abb. 4). Es wurden gepaarte präoperative DVT-Bilder und postoperative periapikale Rö-Bilder mit reproduzierbaren Orientierungspunkten ausgewählt (Abb. 5-9). Das Mess-Verfahren wurde doppelt ausgeführt, der Auswerter wurde bezüglich der Patienteninformation und für die Identifikation des postoperativen Röntgenbild verblindet. Bei der Auswertung wurde zwischen zweiteiligen Implantaten der Regular-Form und der konischen Form unterschieden.

Ergebnisse: Der Vergleich unserer Implantatsysteme mit verschiedenem Implantat-Design (zylindrisch und konisch), siehe Abb. 10-11, zeigte einen signifikanten Unterschied des marginalen Knochenniveaus nach der Belastung bis zu 1 Jahr. Die Subgruppenanalyse ergab einen Vorteil von Implantaten mit einer Oberflächenbehandlung der marginalen Implantatschulter. Insgesamt konnten wir Unterschiede zwischen Implantaten mit konventioneller implant tissue level Charakteristik und Implantaten mit modifizierter Makrogeometrie in Abhängigkeit von der eingesetzten Suprakonstruktion beobachteten.

Schlussfolgerung: 

Unter dem Vorbehalt der geringen Anzahl der untersuchten Fälle weisen Implantate mit optimierten „peri-protect“ Design und einer Oberflächenbehandlung der marginalen Implantatschulter bei festsitzenden Suprakonstruktionen offensichtlich eine statistisch signifikant geringere Resorption des postoperativen marginalen Knochens auf als Implantate mit konventioneller implant tissue level-Charakteristik. 

 

 

Bildergalerie (25)

Literatur:

Literatur:

1. Berglundh, T., Armitage,  G., Araujo, M.  G., Avila‐Ortiz,  G.,  Blanco, J., Camargo, P. M., Zitzmann, N. (2018). Peri‐implant diseases and conditions: Consensus report of workgroup 4 of the 2017 world workshop on the classification of periodontal and peri‐Implant dis‐ eases and conditions. Journal of Clinical Periodontology, 45(Suppl 20), 286–291. https://doi.org/10.1111/jcpe.12957

2. Univ.-Prof. Dr. Dr. Wolf-Dieter Grimm, Dr. Richard Schmitz. Einfluss biologischer und technischer Faktoren auf den Implantaterfolg-Eine retrospektive Analyse. Implantologie-Journal, 11/2020

Zusammenfassung:

Unter dem Vorbehalt der geringen Anzahl der untersuchten Fälle weisen Implantate mit optimierten „peri-protect“ Design und einer Oberflächenbehandlung der marginalen Implantatschulter bei festsitzenden Suprakonstruktionen offensichtlich eine statistisch signifikant geringere Resorption des postoperativen marginalen Knochens auf als Implantate mit konventioneller implant tissue level-Charakteristik. Die Abbildungen 12-25 stellen einen der untersuchten klinischen Fälle dar.